Reize setzen! (Teil 1)

Grundlage des heutigen Artikels sind einige Überlegungen (ohne wissenschaftlichen Schnickschnack), die euch helfen werden, euren Körper besser zu verstehen und mit ihm die Ziele zu erreichen, die ihr wollt.

Zunächst Basics:
1. Unser Körper/Nervensystem reagiert auf Veränderungen!
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, weil ihm Gewohnheiten Sicherheit geben und der Körper mag Gewohnheiten, weil er so Energie spart. Also hin und wieder etwas anders machen als bisher (besonders bezogen auf Bewegung und Ernährung) kann da schon Auswirkungen haben. Selbst wenn du streng Paleo lebst, irgendwann gewöhnt sich der Körper an den Paleo-Alltags-Trott und du merkst plötzlich weniger positive Veränderungen an dir. Dann ändere doch ein paar Gewohnheiten!
2. Setze Reize in die Richtung, in die du deinen Körper bringen willst!
Von nichts kommt nichts, willst du etwas verändern, musst du damit starten und dem Körper die Reize geben, die er als Auslöser braucht. Die physikalisch Versierten kennen es als Actio-Reactio (Newton). Auf einen Reiz folgt immer eine Reaktion! Nur vom Denken allein nimmt man nicht ab oder baut Muskeln auf. Durch die Reize gibst du nicht nur deinem Stoffwechsel einen Anstoß, sondern auch deinen Hormonen.

 

Um dir diese 2 Thesen zu verdeutlichen, hier ein paar Anwendungen aus meinem Alltag:

Du willst dein Immunsystem verbessern?
-Probiere es mal mit wechselwarmem Duschen, auch bekannt als Kneippen. Oder einfach nur kalt abduschen. Oder ganz kalt duschen (für die Harten unter euch). Das kurbelt den Stoffwechsel an, die Haut wird besser durchblutet, auf den kalten Reiz reagiert der Körper mit einer gesteigerten Immunabwehr. Seit ich mich kalt abdusche (seit 4 Jahren), war ich nicht mehr nennenswert krank.
-Ihr wollt Sport treiben, aber es ist kalt draußen und/oder es regnet? Egal, Schuhe anziehen, raus mit euch! Ob kurz- oder langärmelig, müsst ihr selbst einschätzen können. Ich kenne meinen Körper ganz gut und weiß, wann ich ihm im Winter zumuten kann, mit kurzen Hosen/Ärmeln joggen zu gehen. Kalt ist es nur die ersten 5min., bis der Puls und Stoffwechsel angekurbelt sind, dann ist es sogar fast angenehmer als langärmelig. Bis auf die Finger. Die bleiben kalt. Da helfen mir dünne, fingerspitzenfreie Handschuhe. Wer den ganzen Tag im Warmen sitzt, heiß duscht, im Warmen Sport treibt, hat auch kein starkes Immunsystem. Basta!

Du willst deinem Körper etwas Gutes tun?

-Lasst doch einfach mal das Frühstück ausfallen! Euer Körper bekommt nicht gleich früh die Energie/Kohlenhydate, die er gewohnt ist, und muss schauen, wo er die herbekommt. Aus den Fettreserven oder, weil ihr dann Wahrscheinlich in die Ketose geht, auch aus alten Zellen, Schlacken und Zellabfällen. So mistet ihr mal frühmorgens ein wenig aus und verwirrt euren Körper. Ihr werdet, wenn ihr das ein paar Mal gemacht habt, merken, dass es gar nicht so schlimm ist. Dabei aber wenigstens ein wenig Fett früh zu euch nehmen. Komischer Reiz, ist aber auch weiter verbreitet in der Paleo-Welt, als ihr denkt. Siehe Bulletproof-Coffee. Einfach ein Stück Butter/Kokosöl in den morgendlichen Kaffee/Tee/Kakao, von ein wenig Fett am morgen heizt ihr die Fettverbrennung weiter an und bringt die Verdauungssäfte ins Wallen. So schläft der Stoffwechsel nicht ein.

Fastet doch einfach mal ein paar Tage! Die längere Version von obigem Punkt. Fasten ist ein Heilprozess, der euch ab einem bestimmten Punkt den Hunger vergessen und wieder frei denken lässt.

Neues ausprobieren! Nicht immer die selben Lebensmittel konsumieren, probiert auch immer wieder Neues aus. So gewöhnt sich der Körper nicht an das Altbewährte, sondern lernt auch mal mit neuen Lebensmitteln, neuen chemischen Stoffen umzugehen. Das ist auch von der Genetik her interessant, da so ein breites Spektrum an Genen aktiviert wird, die der Stoffwechsel benötigt. Denn vor allem Pflanzen enthalten ein sehr breites Spektrum an sekundären Pflanzenstoffen, von denen uns erst nur ein Bruchteil bekannt sind.

 

Morgen gehts weiter mit der kleinen Serie, dann werde ich die Reize auf Sport und Muskeltraining anwenden mit ein paar Beispielen. Bis dahin 🙂

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Ein Gedanke zu “Reize setzen! (Teil 1)

  1. Pingback: Reize setzen! (Teil 2) | Kitchen on fire

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