Wie finde ich heraus, ob ich Histamin-intolerant bin?

Hallo 🙂

ich habe euch [im letzten Artikel]  ausführlich erklärt, was Histamin ist und wofür es im Körper gebraucht wird.

In Kürze (für die Faulen):

Histamin ist ein überlebenswichtiger Signalüberträger im Körper.I Durch ein Zuviel an Histamin durch Ernährung oder Überproduktion im Körper kann es viele Symptome (Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Müdigkeit, …) verursachen, welche für viele Krankheiten stehen könnten. Oft ist nicht bewusst, dass das Histamin Ursache der Symptome ist.

Ich gebe euch hier zwei einfache Methoden, wie ihr euch selbst testen könnt, ob ihrHistamin-intolerant seid.

Da gibt es einmal die harte und einmal die sanfte Methode 🙂

[1]

Die sanfte Methode (könnt ihr euch sicher denken):

-Ihr notiert euch eure Symptome in ein Tagebuch und

lasst dann für einen bestimmten Zeitraum alle (so gut es geht die meisten) Histamin-haltigen Nahrungsmittel weg.

-Ansonsten versucht ihr natürlich, eure normale Ernährung bei zu behalten, auch wenn das nicht einfach ist (Histamin ist in Vielem enthalten).

Beobachtet eure Symptome: Werden sie besser? Verändern sie sich? Kommen neue dazu? Könnten sie andere Ursachen haben? Ist euer Körper vielleicht einfach nur übersäuert?

Wenn ihr ein paar Histaminfreie Rezepte benötigt, gibt es im Handel genug Kochbücher. Kati hat zu diesem Thema ein tolles Motto-Menü kreiert

 

Die harte Methode:Histamin_think_150024114

– Notiert euch eure Symptome

Setzt euch bewusst einer großen Menge Histamin aus, recht einfach wäre da ein großes Glas Rotwein und eine große Portion Hartkäse wie Emmentaler oder Roquefort. Alternativ zu Käse geht auch Sauerkraut oder nicht-frischer-Fisch, allerdings empfehle ich hier Käse, er ist am aussagekräftigsten

– Beobachtet eure Symtome: Werden sie schlimmer? Verändern sie sich?

Hinweis: Wenn ihr euch hinsetzt und auf einsetzende Symptome wartet, könnte es sein, dass euch der sog. Nocebo-Effekt einholt. Das ist das Gegenteil von Placebo: Etwas trifft ein, weil ihr es erwartet. Also versucht, unvoreingenommen zu sein

– sollten die Symptome eintreten oder schlimmer werden, könnt ihr nun sicher gehen, indem ihr ein Antihistaminikum nehmt. Das sind Arzneimittel, die die Wirkung von Histamin im Körper blockieren oder zumindest abschwächen. Die meisten Anti-Heuschnupf-Mittel sind klassische Antihistaminika, bei mir wäre das Cetirizin. Nehmt eine Tablette und beobachtet, ob die Symptome besser werden.

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Das Ergebnis ist positiv: Was tun?

Da ihr jetzt glücklicherweise ein wenig Ahnung von Histamin habt und (mehr oder weniger) überzeugt seid, dass ihr intolerant seid oder zumindest Histamin schlecht vertragt, ist ein Gang zum Hausarzt eures Vertrauens angesagt. Hausärzte können, wenn ihr einen Verdacht habt, euch auf Histamin-Intoleranz testen. Ist dieser vom Labor bestätigt, könnt ihr mit dem Arzt weiter beratschlagen.

 

 Was noch dazu kommt:

Häufig kommt eine Histamin-Unverträglichkeit einher mit anderen Nahrungsunverträglichkeiten, allen vorran Glutenintoleranz (siehe: Warum Glutenintoleranz ein Problem der Neuzeit ist). Lasst euch also bei positivem Befund auch dahingehend testen, um sicher zu gehen.

 

Ich betone noch einmal, dass ich hier keine Angst schüren will. Aber viele Krankheiten, die erst neuerdings in den Fokus gerutscht sind (wie auch Glutenintoleranz), haben recht vielfältige und viele Symptome, die oft mit anderen, alltäglichen Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Ich finde es also wichtig, hier sein Bewusstsein zu schärfen.

Samstag kommt der letzte Teil der kleinen Histamin-Serie. Dann zeige ich euch, wo alles Histamin-Serie enthalten ist und wie man es effektiv meiden kann, wenn man will.

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