Warum ein Apfel allein nicht gesund ist

Servus 🙂

 

im letzten Artikel [Klick] bin ich darauf eingegangen, dass Ernährung an sich und Lebensmittel komplex sind. Dass sie aus tausenden verschiedener Chemikalien bestehen, deren Zusammenspiel in unserem Körper Wirkungen erzielen und nicht einzelne Stoffe wie z.B. Vitamin C. Schlussfolgerung: das bedeutet, dass man Ernährung nicht auf Inhaltsangaben allein reduzieren kann.

 

Heute führe ich den Gedanken weiter und behaupte:

Ein Apfel an sich ist nicht gesund.

Ein Apfel an sich kann tödlich sein.

Beispiel: Wenn man sich nämlich nur von Äpfeln ernährt. Daher spielt zum einem der Kontext eine wichtige Rolle. Aber in welchem Kontext ist ein Apfel gesund? Was ist überhaupt gesund?

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Unser Körper hat Bedürfnisse

Im letzten Artikel habe ich geschrieben, dass unser Körper keine Maschine, sondern eine komplexe, nahezu perfekte Matrix ist. Eine Maschine muss man nur mit Treibstoff und Öl füttern, und sie liefert Leistung. Unser Körper hat ganz andere Bedürfnisse. Vitamine, Mineralstoffe, Makronährstoffe sind da erst der Anfang – und die dann allesamt noch miteinander interagieren (z.B. B-Vitamine sind fettlöslich und daher wenn wir nur Karotten ohne Fette futtern, kann unser Körper nix damit anfangen). Von einzelnen, isolierten Stoffen (wie z.B. Proteine) wissen wir ungefähr, wie viel unser Körper in etwa braucht, aber es gibt hunderte weitere Stoffe in Lebensmitteln, die eine Wirkung in unserem Körper erzielen und die unser Körper mehr oder weniger braucht. Daher sollte klar sein, dass wir uns nicht von Eiweißpulver und Vitamintabletten ernähren können. Unser Körper hat Bedürfnisse, die sich nun einmal nicht auf Pillen und Kraftfutter reduzieren lassen. Bedürfnisse wie z.B. lösliche Ballaststoffe für unsere Darmbakterien, hochwertiges Eiweiß für die Zellmaschinerie, Zink und Cholesterin für die Produktion von Testosteron.

Der Einfachheit halber werde ich mich in diesem Artikel auf Makronährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente beschränken.

 

Paracelsus hat gesagt…

Eine kleine Einführung in Toxikologie vom Begründer der Toxikologie, dem Schweizer Arzt Paracelsus (16. Jahrhundert):

Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Einzig die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.

Bezogen auf den Apfel: Unser Körper verträgt nur eine gewisse Menge Äpfel. Alles, was darüber geht, ist schädlich. So verhält es sich mit allen Lebensmitteln. Zuviel ist nie gut. Ob das Cola ist, oder Salat, oder Äpfel. Die Dosis macht das Gift.

Ebenso gilt, dass, dank der heutigen modernen Landwirtschaft so ziemlich alle Lebensmittel (unser Apfel nicht ausgenommen) Pestizide enthalten. Logisch, nicht sonderlich gesund. Außerdem wirken manche Substanzen im Apfel wie z.B. Fructose in hohem Maße schädlich.

Stellt sich nur die umgekehrte Frage: Was macht ein Lebensmittel dann „gesund“?

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Lebensmittel vs. Nährstoffbedarf

Unser Körper hat vielseitige Nährstoff-Bedürfnisse, und ein Lebensmittel bietet einen kleinen Teil der benötigten Nährstoffe in einer gewissen Zusammensetzung und Menge. Daher kann ein Lebensmittel (wie unser Apfel) immer nur einen bestimmten Teil unseres Tagesbedarfes abdecken (Er enthält z.B. kein Eiweiß, dafür aber reichlich lösliche Ballaststoffe und die Vitamine C und E). Daher kann ein Apfel (oder in welcher Menge auch immer) noch keine gesunde Ernährung ausmachen, denn:

 

Nicht ein Lebensmittel ist gesund, sondern eine Ernährung.

Ein Apfel kann unmöglich die breite Nährstoffpalette abdecken, die unser Körper braucht. Aber er kann dazu beitragen. Wie eine einzelne Geige im Symphonieorchester zur Klangpracht beiträgt. Also ist ein einzelnes Lebensmittel insofern gesund, als dass es zur Abdeckung der Nährstoffe für unseren Körper in gutem Maße beiträgt. Diese Definition ist allerdings schwammig, deswegen ziehe ich es vor, eine Ernährung als Ganzes als gesund oder ungesund anzusehen.

Damit eine Ernährung gesund ist, muss sie als Ganzes die Bedürfnisse des Körpers befriedigen und ihm gleichzeitig möglichst wenig schaden.

Beispielhaft kann so eine Ernährung an einem Tag aus 5 Äpfeln, 5 Eiern, einem Kopf Brokkoli, einer Hand voll Kartoffeln und 400g Lachs bestehen. Viele Nährstoffe, wenig Schadstoffe (ein paar Pestizide in den Pflanzen, ein paar Lektine in der Kartoffel)

Ein Tag bestehend aus 5 Äpfeln, 5 Brötchen, 5 Croissants, einem Eimer Popcorn und 2l Cola ist nicht gesund, weil die Nährstoffe nicht ausreichen, um unseren Körper anständig zu füttern, gleichzeitig sind viele Schadstoffe (wie z.B. Industriefette im Croissant und im Popcorn, Zucker im Popcorn und der Cola, Phosphorsäure in der Cola, sowie reichlich Zusatzstoffe) enthalten. Die 5 Äpfel sind hier zwar auch enthalten, haben aber wenig positive Auswirkungen verglichen mit dem restlichen Müll. In diesem Kontext können Äpfel nicht als gesund angesehen werden, da die Ernährung als Ganzes nicht gesund ist. Die Äpfel können nur solange gesund wirken, solange der Rest der Ernährung stimmt. Nur dann können die Äpfel ihren Teil beitragen.

Der Gesundheitswert einer Ernährung steigt mit zunehmendem Nährstoffprofil und abnehmendem Schadstoffprofil. 

Damit wäre geklärt, was gesund ist und was nicht. Nichts, was wir essen, bleibt ohne Folgen in unserem Körper. Für mich bedeutet das auch, dass ungesunde Sachen wie Weißbrot und Nutella in Maßen ok sind, wenn der Rest der Ernährung stimmt (um die Schadstoffe teilweise abzupuffern) und wenn es nicht oft vorkommt. Die Dosis macht das Gift.

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Ernährung ist eine Grundeinstellung

An jedem Tag, zu jeder Mahlzeit könnt ihr über eure Ernährung entscheiden. Wenn die Grundeinstellung zur Gesundheit vorhanden ist und man weiß, welche Lebensmittel gesund oder ungesund sind, kann sich seine Ernährung möglichst gesund zusammen stellen. Sollten ungesunde Sehnsüchte (wie bei mir Nutella) bestehen, kann man ihnen auch hin und wieder nachgeben, sofern das eine Ausnahme bleibt. Das hat nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit der Einstellung. Wenn man weiß, dass etwas nicht gesund ist und dass es dem Körper schadet, schmeckt es nur noch halb so gut, wenn es öfters gegessen wird.

 

Ernährung trägt zum Lifestyle bei

Jetzt wird Alles ein wenig breiter gegriffen. Wer sich gesund ernährt, aber jeden Tag 12h vor dem Fernseher sitzt und nur 4h schläft, ist nicht so gesund, wie er es sein könnte. Insofern trägt die Ernährung nur zum Teil zur körperlichen Gesundheit bei. Dafür entscheidend ist der Lebensstil als Ganzes, bestehend aus Ernährung, Sport, Schlaf, Freunde/Liebe, Arbeit, Kreativität. Der Körper ist optimal gesund, wenn diese Teilaspekte zusammen wirken.

 

Photocredits:

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Ein zauberhaftes Frühlingsmenü

So, ich weiß, dass ich es lange hinausgezögert habe (aus Zeitgründen)… aber es wird Zeit für ein neues Motto-Menü! Natürlich zum Thema Frühling – auch wenn sich der April nicht eindeutig entscheiden kann :D.

Menüauflistung:

Vorspeise: Grün-roter Frühlingssalat mit Gänseblümchen

Hauptgericht: Kartoffelpuffer Möhren-Apfel- Sellerie- Püree und Dill- Käsesoße

Dessert: Geschichteter Heidelbeer- Bananen- Pudding auf Bayrisch Creme 

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Grün- roter Frühlingssalat mit Gänseblümchen:

Zutaten für 4-5 Portionen (je nach Portions- und Schälchengröße):

1 Handvoll frischer Gänseblümchen (am besten aus dem Garten), 1 Chicoree, 1 Handvoll frische Petersilie, 1 Salatherz, 100g Cocktailtomaten, 2-3 EL grobe Kümmelkörner, Für das Dressing: Olivenöl, Zitronensaft, Zucker, Salz, Pfeffer, Kümmel (gemahlen), cremiger Balsamico 

Chicoree, Salatherz und die Petersilie waschen, etwas trocknen, in feine Streifen schneiden  und zusammen mit den groben Kümmelkörnern in einer Schüssel mischen. Alle Zutaten für das Dressing miteinander vermengen und mit Zucker, Salz, Pfeffer und Kümmel abschmecken.

4-5 kleine Salatschälchen oder-teller bereit stellen und den Salat darin leicht mittig  hinein geben. Cocktailtomaten waschen, halbieren und auf den grünen Salat setzen. Gänseblümchen ggf. vorsichtig waschen oder putzen, anschließend vorsichtig mit Küchenkrepp trocknentupfen und über die Cocktailtomaten setzen. Mit Balsamico dekorieren. Für den Salat kann man eigentlich alle bevorzugten grünen Küchenkräuter, wie Gartenkresse, verwenden.

 

Frühlingssalat mit Gänseblümchen

 

Kartoffelpuffer mit Möhren-Apfel- Sellerie- Püree und Dill- Käsesoße

Kartoffelpuffer:

Zutaten für 5-6 Portionen: 1,3 kg Kartoffeln, 1 kleine Zwiebeln, 2 Eier ( größe S- oder 1 Ei Größe L), 1 TL Salz, 2 EL Öl, nach Geschmack etw. Paprikapulver (mild) oder frischer/ getrockneter Rosmarin, Öl zum Ausbacken

Die Kartoffeln und Zwiebeln schälen, mit der feinen Reibe der Küchenmaschine reiben.
Die 1-2 Eier dazugeben, Salz + Mehl hinzufügen und gut vermengen.
Runde, gleichmäßig große Puffer formen, in eine geölte Pfanne geben und von beiden Seiten goldbraun anbraten.

Möhren- Apfel- Sellerie-Püree:

1/2 Sellerieknolle, 2 Äpfel (z.B. von Gala), 500g Bio- Möhren (sind süßer als normale Möhren), Ingwer, frisch, 2 EL Creme Fraiche, 100g Frischkäse (Leicht oder Doppelrahmstufe- Kräuterfrischkäse macht sich auch toll darin!), Salz, Pfeffer

Sellerie, Möhren und den Ingwer schälen, in grobe Stücke schneiden und in einen mittelgroßen Gemüsetopf mit Salzwasser hineingeben und ca. 25-30 Min. sehr weich kochen. Die Äpfel ebenfalls schälen, grob schneiden, aber erst nach 15 Minuten der Kochzeit mit kochen (werden schnell sehr weich).

Wenn Kochzeit abgelaufen ist, den Topf kurz von der Herdplatte ziehen, das Gemüse sehr fein pürieren, wieder auf Herd ziehen, Frischkäse und Creme Fraiche dazugeben und auf niedriger Stufe kurz weiterköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dill-Käsesoße:

2 EL Butter, 1 EL Mehl, 250ml Gemüsebrühe, 100ml Sahne, 100g Frischkäse, 100g Creme Fraiche, 1 Bund Dill, Salz, Pfeffer, Paprikapulver (mild) 

Die Butter in einen kleinen Topf zerlaufen lassen, das Mehl dazugeben und ganz schnell mit einem kleinen Schneebesen oder einer Gabel mit der Butter verrühren. Beides kurz aufkochen und aufquellen lassen und mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen. Dann Frischkäse und Creme Fraiche dazugeben. Frischen Dill waschen, trocknen, fein hacken und dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Mit einem Rosmarin/ Dillzweig dekorieren.

Kartoffelpuffer, Sellerie- Apfel-Möhren-Püree

 

Dessert: Geschichteter Heidelbeer- Bananen- Pudding auf Bayrisch Creme 

Für 6-7 Desertgläser: 

Bayrisch Creme: 350ml Milch, 3 Eigelb, 70g Zucker, 1 Zimtstange, 1 Vanilleschote, 4 Blatt Gelatine (weiß), 200g Sahne, frisch

Eigelb mit Zucker vermengen. Milch mit Zimtstange und Vanilleschote im Milchtopf aufkochen, vom Herd ziehen. Die heiße Milch in Eigelb- Zucker- Mischung einrühren. Ein Sieb über den Milchtopf geben und die Milch- Eigelb- Mischung durch das Sieb zurück in den Milchtopf geben, damit evtl. geronnenes Ei von der Masse abgetrennt wird. Gelantine in etwas Wasser einweichen. Die Mischung erneut erhitzen, aber nicht aufkochen lassen,- die Creme zur Rose abziehen: Einen Holzlöffel in die Milch geben und sachte darauf pusten. Wenn es die richtige Temperatur hat, bildet sich ein Muster, das an eine Rose erinnert. Die eingeweichte Gelatine in die heiße Creme rühren und anschließend den Milchtopf in ein kaltes Wasserbad stellen. Wenn Masse abgekühlt ist und anfängt zu gelieren (Erkennt man daran, dass die Ränder langsam fest werden), die Sahne steif schlagen und unterheben. Anschließend den leicht bedeckten Boden (ca 1 EL) von 6-7 Dessertgläsern damit füllen und im Kühlschrank 1-2 Stunden fest werden lassen.

Heidelbeerpudding:

200g TK- Heidelbeeren, 70g Zucker, 1 gehäufter EL Speisestärke, 100ml Wasser

Die Heidelbeeren in eine kleine Schüssel geben und antauen.

Die Speisestärke mit 4 EL vom abgemessenen Wasser verquirlen. Das restliche Wasser in einen Metalltopf geben und aufkochen. Kurz bevor es aufkocht, die verrührte Speisestärke unter Rühren dazugeben. Wenn die Masse dick wird, die Temperatur zurückdrehen und die angetauten Beeren hinzufügen und alles gut vermengen.

Jetzt die Temperatur wieder hochdrehen und alles nochmals aufkochen lassen. Anschließend die Creme abkühlen lassen.

Wenn die Bayrisch Creme schon fest ist, die Heidelbeermasse darüber geben (je 1-2 EL).

Bananencreme-Pudding:

3-4 Bananen, 1/2 Zitrone, 100ml süße Kondensmilch (z.B. von Milchmädchen), 2 EL Creme Fraiche, 80g Frischkäse (Je nach Geschmack Doppelrahm oder Light), evtl. noch 40g Zucker/ Honig(kommt auf die Reife und Süßkraft der Bananen an, ob weitere Süße notwendig ist)

Bananen schälen, in grobe Stücke  schneiden und in eine hohe Schüssel geben. Die Zitrone auspressen und den Saft über die Banane träufeln. Anschließend die Bananen pürieren. Die restlichen Zutaten dazugeben und mit Rührstäben einer Küchenmaschine alles gut vermengen.

Dann die Masse abschmecken und evtl. noch etwas Zucker/Honig hinzufügen.

Den Bananenpudding als Topping gleichmäßig über den Heidelbeerpudding schichten.

Zuletzt das Dessert mit 1-2 Blättern Zitronenmelisse oder Minze dekorieren.

Heidelbeer-Bananenpudding auf Bayrisch Creme

 

 

 

Aromatischer Apfel- Thymian-Auflauf

Wow… ich glaube ich sage mindestens 3-5 mal täglich, dass ich mir wünsche, der Tag hätte 48 oder 72 Stunden… dann würde ich endlich mal alles schaffen, was ich mir immer vornehme. 😀 Der Tag ist so kurz, wenn man abends von der Schule/ Uni heim kommt, und lernt und schreibt… da bleibt so wenig Zeit fürs Kochen, Backen & Bloggen! Aber wenn man schon so wenig Zeit hat, muss man sich eben entscheiden, für was man sich die Zeit nimmt. Ist es nicht mit allem so? Daher folgt heute ein Rezept, das nicht zu viel von unserer wertvollen Zeit in Anspruch nimmt. 😉

Aber bevor ich ganz in meine eigenen Gedanken versinke und kluge Denkanstöße verteile, erzähle ich euch lieber mal, wie LE.C.K.E.R. meine neuste Entdeckung ist! Sie schmeckt nach fruchtigen Äpfeln, weichem Honig, einem Hauch Vanille und geschmacksintensivem Thymian! Passt gut in die Erntezeit, wenn ihr mich fragt.

Es ist vielleicht nicht jedermann’s Sache, aber Apfel- Thymian ist eine wirklich köstliche Kombi. Spätestens nachdem ihr dieses simple Rezept nachgebacken habt, werdet ihr feststellen, ob diese Kombi euer Ding ist,- oder nicht… dann könnt ihr ja das nächste Mal nur Lavendel oder Vanille anstelle des Thymians nehmen. 🙂

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Für 1 kleine, runde oder eckige Auflaufform: 350g Äpfel, 1 Bio-Zitrone, 3 Eigelb, 70g Schmand, 30g Mascarpone, 1 EL Rum, 1 EL Kondensmilch, je nach Süße der Äpfel 3-5 EL Honig, 1 TL gemahlene Vanille, 1 EL getrocknete Lavendelblüten, 1 kleinen Zweig frischer Thymian

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine runde oder eckige, kleine Auflaufform mit 1 EL Butter einfetten.

Die Äpfel waschen, halbieren, entkernen und in kleine, nicht zu dicke Spalten schneiden. Die Schale der Zitrone fein abreiben, beiseite stellen und den Saft einer halben Frucht auspressen und über die Apfelspalten geben. Das Eigelb mit dem Honig mit dem Handrührgerät schaumig rühren, Schmand und Mascarpone einrühren und weiterschlagen. Dann den Rum, die Kondenmilch, gemahlene Vanille, Lavendelblüten und die zurückgelegten Zitronenschalen unterrühren. Den Thymian kurz in heißes Wasser tauchen, und von oben nach unten die Blüten abstreifen. Das kurze Tauchen in das heiße Wasser regt außerdem auch die Geschmacksaromen des Thymians an; er riecht und schmeckt dann viel intensiver. Die kleinen Thymianblätter zuletzt in die Eigelb- Schmand-Masse einrühren und alles gut vermengen. Nun die Apfelspalten der Form entlang von außen nach innen aneinander in die Auflaufform schichten, sodass alle Spalten in eine Richtung schauen. Schön dicht belegen, anschließend die Eigelbmasse darübergießen und auf mittlerer Schiene 35-40 Minuten backen. Sollten der Auflauf gegen Ende der Backzeit drohen, etwas zu braun zu geraten, die Temperatur auf 150- 160°C zurückdrehen.

Dieses Rezept kann mit anderen Obstsorten wie Birnen, Mango, Pflaumen etc. variiert werden.

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Apfelkuchen mit Eierlikör und Zimtstreuseln

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da! Er bringt uns Äpfel, wie wunderbar! (Ok, ich lass das mal mit dem Reimen… 😀 )Aber da sich somit ein klassischer, leckerer Apfelkuchen geradezu anbietet, habe ich hier gleich mal ein mehr oder weniger klassisches, gutes Rezept für einen Apfelkuchen mit Streuseln für euch! Denn klassisch muss nicht immer gleich langweilig sein… einen Apfelkuchen kann man beispielsweise in allen möglichen Varationen backen…. muss man aber nicht immer…. 😀

Und ein Kuchen muss auch nicht immer gleich eine wahre Kalorienbombe sei…! Deshalb habe ich hier ein kleines bisschen an Zucker und Mehl gespart, und gemahlene Haferflocken verwendet. Haferflocken sind zwar auch eine Getreideart, aber etwas gesünder als beispielsweise Weizen. Obwohl der Kuchen am nächsten Tag auch noch gut schmeckt (und sich der intensive Zimtgeschmack erst mehrere Stunden später erst richtig entfaltet) finde ich backofenfrischen, warmen Kuchen immer am Besten. Probiert, wie er euch am besten schmeckt! 🙂

Apfelkuchen

Für 1 Springform (24-26cm Durchmesser):

300g Äpfel, 4 Eier (Größe M), 150g Butter, 100g Zucker, abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, 25g Kartoffelmehl/ Stärkemehl, 200g Haferflocken, 40ml Eierlikör, Zimtstreusel: 80g Butter, 70g Zucker, 2 TL Zimt, 1/4 TL Nelken (gemahlen), 80g Dinkel- oder Vollkornmehl, Zum Bestäuben: 40g Puderzucker

Für die Zimtstreusel die Butter in kleine Stücke schneiden und mit Zucker, Zimt verkneten. Das Mehl einstreuen und die Mischung zwischen den Handflächen verbröseln. Bis zur Verwendung im Kühlschrank kalt stellen.

Die Haferflocken abwiegen, in einem Standmixer oder einer Mühle fein mahlen und beiseite stellen. Eine Springform mit 2 EL Butter einfetten (bis hoch zum Rand) und mit Mehl ausklopfen. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.

Die Äpfel waschen, trocknen, halbieren und den Strunk herausschneiden. Dann die Äpfel in ca. 2mm dicke Apfelspalten schneiden, mit 1-2 EL Zitronensaft überträufeln und ebenfalls beiseite stellen.

Die Eier trennen. In das Eiweiß eine Prise Salz einstreuen und mit dem Handrührgerät sehr steif schlagen. Dann das Eigelb und den Zucker zusammen mit dem Rührgerät schaumig schlagen, die Butter zugeben und kurz weiterschlagen. Anschließend die fein abgeriebene Zitronenschale, die Stärke, die gemahlenenen Haferflocken und den Eierlikör zur Eigelbmasse geben und alles gut  vermengen. Zuletzt mit einem Schneebesen vorsichtig das Eiweiß unter die Eigelbmasse ziehen und vermengen. Nun den Teig in die Springform einfüllen und mit den Äpfenl leicht fächerförmig von außen nach innen belegen. Die Streusel gleichmäßig über die Äpfel verteilen (nicht zu große Streusel verwenden) und im Ofen 40 Minuten backen.

Über den fertig gebackenen, ausgekühlten Kuchen vor dem Servieren etwas Puderzucker sieben.

Einen wundervollen Herbst & guten Appetit,- eure Kati 🙂

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